Jahresrückblick 2009 und Trierer Silvesterlauf

8. Januar 2009

Am letzten Tag des Jahres, dem 31.12., gegen 17:24 war es soweit: Die letzten Meter des Jahres 2008 waren gelaufen. Im Ziel von ca. 10.000 Zuschauern (Veranstalterangaben, ich schätze deutlich weniger) mit Trillerpfeifen, Konfetti und Wunderkerzen laut- und lichtstark gefeiert, war dieser 8-km-Lauf ein schöner Abschluss meines ereignisreichen Sportjahres.

Bei insgesamt noch recht übersichtlichen Trainingsumfängen (Laufen: 2.263 km, Radfahren: 790, Schwimmen: 49 km) habe ich in diesem Jahr meine ersten Ultraläufe absolviert (Rennsteiglauf und Swiss Alpine Marathon K78), mich zum ersten Mal wieder an einen Triathlon getraut und zwei Monate später eine Mitteldistanz drangehängt (Berlin Triathlon und BerlinMan) sowie meine Bestzeiten über 10 Kilometer und über die Marathondistanz, wenn auch nur geringfügig, verbessert.

Insgesamt also ein für mich – und das betone ich immer wieder, denn das ist schließlich das Entscheidende – ein für mich sehr erfolgreiches Sportjahr 2008, das mir große Zufriedenheit und Gesundheit geschenkt hat. Denn das ist sicherlich der wichtigste Sieg: Meinen Diabetes habe ich von Training zu Training, von Wettkampf zu Wettkampf, von Tag zu Tag besser unter Kontrolle. Ich habe auch dieses Jahr wieder viel über meine Krankheit gelernt!

So gesehen war der Trierer Silvesterlauf für mich durchaus ein klitzekleiner Triumphlauf, auch wenn meine Nase stark verschnupft war, der Hals schmerzte und ich auch deshalb meine Handbremse während des Laufes nicht löste und relativ ruhig vor mich hin lief. Sicher, eine Gesamtzeit von 34:33 mit einer Pace von 4:19 ist auch nicht gerade gemütlich, aber doch zwanzig bis dreißig Sekunden pro Kilometer langsamer, als ich noch an Weihnachten, vor meiner leichten Erkältung gewünscht und geplant hatte.

Zwei kleine Ärgernisse hielt der mit “Sao Paulo”-Stimmung angepriesene Trierer Silvesterlauf aber doch bereit, die trotz der üblichen Jahresrückblickszufriedenheit nicht unterschlagen werden sollen:

  • Die Zuschauer konzentrierten sich lediglich auf den Start- und Zielbereich rund um den Hauptmark. Der überwiegende Teil der 1,5 km kurzen Laufrunde waren hingegen menschenleer und absolut stimmungstot. Es ist schon schade, dass meine Heimtstadt es nicht schafft, diese überschaubare Strecke mitten in der Innenstadt mit Zuschauern zu säumen. Sao Paulo stelle ich mir jedenfalls anders vor …
  • Da der Etat trotz vorhandener elektronischer Zeitmessung keine Rundenzählung vorsah (was mit dem Aufstellen von Toren im Startbereich leicht zu bewältigen gewesen wäre) und einige Läufer mit dem Zählen der Runden (eine 600 m lange Einführungsrunde und fünf 1480 m kurze Hauptrunden, also insgesamt sechs (!) Runden) überfordert waren, bogen zahlreiche Läufer ins Ziel ein, die noch eine oder mehrere Runden zu laufen hatten. Allein in meinem Sichtbereich, kurz bevor ich ins Ziel einlief, waren das mehr als eine Handvoll.
    Gut, diese Läufer betrügen vor allem sich selbst, aber in der Ergebnisliste stehen sie dennoch … und überflüssigerweise – ja, eigentlich sollte man über so etwas drüber stehen – ärgert mich das. Nicht viel, denn ich bin und war in meinen Läufen sowieso nie auf Platzierung unterwegs, aber doch etwas. Denn eine Platzierung im ersten Füntel, Zehntel oder wo auch immer macht auch ein wenig stolz …

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