Therapieanpassung “Langer Lauf”: Auch auf die Tageszeit kommt es an!

10. März 2010

Beim Vergleichen meines ersten langen Laufs für dieses Jahr (vgl. Ende der Eiszeit: Die ersehnte Chance, wieder richtig zu laufen! ») mit Läufen im letzten Jahr, bin ich auf zwei lange Trainingseinheiten gestoßen, deren Blutzucker-Kurven ich schon seit langem veröffentlichen möchte, da diese eindrucksvoll zeigen, wie abhängig die Therapieanpassung von der Tageszeit ist, zu der das jeweilige Training stattfindet.










Beide Trainingseinheiten lassen sich gut vergleichen: Sie liegen nur fünf Tage auseinander (vergleichbarer Trainingszustand), bei beiden ist die Strecke identisch (die um 200 m differierende Streckenlänge sind Messungenauigkeiten meines Forerunners 305 ») und die Geschwindigkeit nahezu gleich. Dennoch erfordern die verschiedenen Tageszeiten, an denen die langen Läufe stattfinden, jeweils eine eigene Therapieanpassung:

Langer Lauf am Morgen:

  • Sport-BE (vor und während des Laufs): 8 BE – abgedeckt mit einem  Bolus von 1 IE
  • Basalratenreduktion: 70%

Langer Lauf am Mittag:

  • Sport-BE (vor und während des Laufs): 14 BE – kein Bolus
  • Basalratenreduktion: 60%

Dahinter steckt eine Gesetzmäßigkeit, die sich bei mir auch bei kürzeren Einheiten und anderen Sportarten bestätigt: Morgens ist eine deutlich geringere Therapieanpassung nötig als mittags, nachmittags oder am frühen Abend, d. h. ich benötige morgens weniger Sport-BE und eine geringere Basalratenreduktion … wenn ich überhaupt meine Therapie anpasse, denn kurze Läufe bis zu einer halben Stunde Dauer, zu denen ich direkt nach dem Aufstehen starte, kann ich nüchtern (keine Sport-BE) und ohne Anpassung der Basalrate absolvieren.


Das könnte Dich auch interessieren:

Tags: , , ,


Einen Kommentar schreiben

Abonnieren ohne einen Kommentar abzugeben