Training 03.03.2009
Freitag, den 6. März 2009| Start | 14:57 |
| Distance | 11,5 km |
| Time | 1:13:43 |
| Speed | 05:02 min/km |
| Notes | Tempo-Dauerlauf in den Hügeln des Bergedorfer Gehölzes |
| Start | 14:57 |
| Distance | 11,5 km |
| Time | 1:13:43 |
| Speed | 05:02 min/km |
| Notes | Tempo-Dauerlauf in den Hügeln des Bergedorfer Gehölzes |
Auch wenn ich mich kräftemäßig etwas elend gefühlt habe (sehr warme Temperaturen? noch nicht restlos regeneriert vom Rennsteiglauf vor drei Wochen?), war es doch hinsichtlich meiner Diabetes-Anpassung ein Bilderbuchlauf: Alle Werte absolut konstant mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand zur Unterzuckerungs-Schwelle.
Ja, und dieser “Erfolg” kompensiert mein gefühltes Leistungstief, macht mich zufrieden und ist ein Grund hier zu posten, auch damit der ein oder andere vielleicht etwas daraus lernt … [Artikel weiter lesen ...]
Heute morgen, 5:30 Uhr, der Wecker klingelt:
“Auf Andreas, LAUFEN!, Du willst doch ausprobieren, wie es ist, um 6 Uhr zu laufen [das ist die Startzeit des Rennsteiglaufs], und außerdem Deine innere Uhr umstellen [damit ich heute Abend früh müde bin und entsprechend lange schlafe, denn morgen geht's um vier Uhr raus aus dem Bett]!”
Das lass ich mir nicht zweimal sagen und bin sofort hell wach.
An Kleidung ziehe ich genau das an, was ich morgen auch tragen möchte:
All das hätte ich für meinen drei Kilometer kurzen Aufgalopp natürlich nicht gebraucht, aber als ehemaliger “Theatermensch” weiß ich, Generalprobe muss sein!
Die kurze Runde im lockeren Tempo mit drei Steigerungsläufen (angezogene Handbremse!) ist der Abschluss meines Taperings vor dem Rennsteiglauf (Supermarathon über 72,6 kilometer) bzw. der dreiwöchigen Regeneration nach dem nicht ganz so überzeugend gelaufenen Hamburg-Marathon. Aber heute morgen um sechs Uhr fühlte ich mich sehr fit – was sicherlich zum Teil auch an der herrlichen Morgenfrische lag, die heute in Berlin herrschte: Angenehm kühl, aber nicht kalt, die Sonne war bereits aufgegangen, die Vögel sangen, kaum jemand unterwegs (nur einzelne “Jogger”, also die sehr langsamen Gesundheitsläufer
) – SCHÖN!
DIABETES-ANPASSUNG
Interessant wollte ich auch wissen, wie derart früh mein Blutzucker reagiert.
Aufgewacht bin ich mit einem Blutzucker von 132, der nach 20 Minuten lockerem Laufen auf 125 gefallen war – unter Berücksichtigung der Messungenauigkeit also quasi stabil lag. Dies ist ein wichtiger Hinweis auf die doch deutliche Insulinresistenz zu der frühen Uhrzeit, nachmittags hätte ich sicherlich eine BE verbrannt, wenn ich nicht vorher meine Basalrate reduziert hätte (was sich bei einer solchen Bagatellbelastung nicht lohnt!).
Für den Rennsteiglauf morgen habe ich eine spezielle Basalrate programmiert, die von 6 Uhr an (Startzeit) nach und nach die Basalrate reduziert, so dass gegen 11 Uhr nur noch 50% des sonst üblichen Basalinsulins abgegeben wird. Frühstücken werde ich um 4:30 normal, allerdings nur die Hälfte des eigentlich üblichen Bolusinsulins abgeben. Damit, so hoffe ich, werde ich mit einem Blutzucker von 200 starten, den ich in der ersten Stunde runterlaufen werde, sodass ich frühzeitig damit beginnen kann, weitere Kohlenhydrate aufzunehmen, denn ohne Nahrungsaufnahme ist ein über sieben Stunden dauernder Lauf nicht zu bewältigen. Ob diese BEs nur von der Basalrate abgedeckt sind oder ich eventuell die ein oder andere Einheit (bzw. halbe Einheit) Bolusinsulin abgeben werde, kann ich erst morgen entscheiden. Es ist halt mein erster “Ultra!”
Hm, wie ich feststellen muss, ist es derzeit einfach nicht zu leisten, jedes Training zu dokumentieren. Zudem ist es auch nicht wirklich notwendig, denn der Neuigkeitswert ist oft nicht gegeben. Deshalb werde ich meine Trainingsläufe nur noch summarisch darstellen und nur gelegentlich auf interessante Besonderheiten eingehen, sei es hinsichtlich der Trainingsform, sei hinsichtlich meiner Diabeteseinstellung.
Am 18.11. war ich mal wieder Hase für meine Freundin Alina. Gemeinsam haben wir die 10km bei der Condius-Marathonstaffel locker unterboten (58:23), was für Alina eine echte Leistung war! Für mich war es vor allem Spaß, auch wenn es mir immer schwer fällt, mich zurückzunehmen.
Ansonsten gab es zwei Crossläufe, die ich als Fahrtspiel angelegt habe (23. und 27.11.), zwei Intervalltrainings mit 15 x 200m mit dem Zeitziel sub 0:38 (was mir beim zweiten Training auch bestens gelang, 22. und 28.11), sowie einen Regenerationslauf am 25.11.
Die Crossläufe und Intervalltrainings werden auch die nächsten Wochen bestimmen, denn ich muss unbedingt meine Grundschnelligkeit verbessern, wenn ich meine – langfristigen! – Ziele (10km sub 39, Halbmarathon sub 1:25 und Marathon sub 3:00) erreichen möchte …
DIABETES-ANPASSUNG
Vor dem Lauf (19:03):
Während dem Lauf:
—
Nach dem Lauf (20:00):
Erläuterung:
Abends noch eine kleine, langsame Runde mit meiner Freundin im Dunkeln – aber die hatte blutzuckermäßig in sich …
Der noch nicht ganz gewirkte Kuchenbolus am Nachmittag schlug voll zu und verbrauchte die an sich großzügig bemessenen 3BE für 3 Kilometer laufen vollständig. Mit einer so starken Wirkung des IAB (Insulin an Bord) hätte ich nicht gerechnet.
Hm, selbst so eine Belastungslapalie kann einem Diabetiker gefährlich werden …