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Archiv der Kategorie ‘Lauf-Wettkampf‘

Laufbericht: Gelassen über den Rennsteig

Freitag, den 23. Mai 2008

Der Rennsteiglauf, zumindest der Supermarathon ist anders, ganz anders als andere Marathons, so … wie soll ich sagen … “gelassen”.

Dies beginnt schon beim Start:

Gegen 5:35 Uhr, also weniger als eine halbe Stunde vor dem Start um sechs, scheint noch nicht einmal die Hälfte der knapp 1800 Läufer auf dem Markt in Eisenach zu sein, so leer wirkt der Platz. Kaum Menschen, die sich einlaufen. Nur einzelne dehnen sich bereits. Kleine Menschengruppen stehen beieinander, unterhalten sich, begrüßen neu Ankommende, die so die Gruppen langsam wachsen lassen. Erste beginnen sich umzuziehen.

Der übliche Prä-Start-Stress der Lauf-Groß-Verabstaltungen:

  • In hektischer Eile die der Startnummer zugewiesene Abgabe des Kleiderbeutels suchen,
  • sich von den riesigen Schlangen vor den Dixiklos entnervt abwenden und sein letztes Geschäft wie ein Hund am Baum oder Häuserwänden verrichten,
  • sich viele Minuten vor dem Start bereits aufstellen, um im zugewiesenen Startblock ja vorne zustehen und so zu verhindern, dass der mäßig begabte Möchtegern-Leistungssportler durch noch mäßiger begabte Möchtegern-Leistungssportler aufgehalten wird …

All das findet hier NICHT statt. – Wie schön!

Stattdessen: Wir haben Zeit, wir sind “gelassen” …

Die Uhr rückt weiter gegen sechs Uhr vor, der Platz füllt sich mehr und mehr, doch von Hektik weiterhin keine Spur. Auch als es um sechs Uhr losgeht, stehen noch längst nicht alle Teilnehmer am Start bereit. Viele bewegen sich gemütlich in Richtung des roten Tors und schließen sich dem langgezogenen Läufer-Wurm an, der sich ganz allmählich, im sehr gemütlichen Tempo in Bewegung setzt.

Und Recht haben sie! Was sind schon zwei, drei Minuten bei einer Strecke von zweiundsiebzigkommasieben Kilometern …

Auch nach dem Startbogen gestaltet sich der erste Kilometer durch Eisenach sehr gemütlich. Siebener Schnitt, mehr nicht. Trotzdem wird niemand nervös, beginnt zu drängeln, regt sich über die Schnecken um ihn herum auf. 1800 Läufer laufen sich gemeinsam ein, auch etwas besonderes. [Artikel weiter lesen ...]

Rennsteiglauf Supermarathon (72,7 km)

Montag, den 19. Mai 2008

Heute nur eine kurze, vorläufige Meldung – einen ausführlichen Bericht bereite ich gerade vor und wird in den nächsten Tagen veröffentlicht:

Der Rennsteiglauf Supermarathon über 72,7 Kilometer war für mich persönlich ein großer Erfolg: Ich bin die gesamte Strecke (inkl. aller Steigungen) in einem gleichmäßig ruhigem Tempo durchgelaufen und habe in 7:49:40 die Strecke von Eisenach nach Schmiedefeld bewältigt.
Damit war ich für meinen ersten Ultra mehr als zufrieden!
Platziert bin ich übrigens als 548. von 1732 Läufern, die das Ziel erreichten, also im ersten Drittel des Feldes.

Ausführlicher Bericht: Gelassen über den Rennsteig (Laufbericht) »

Conergy Hamburg Marathon

Sonntag, den 27. April 2008

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich war doch ganz schön enttäuscht!

Nicht von den Zuschauern: Die waren erste Klasse! Überall standen Menschenmassen, die sich wirklich für den Lauf interessierten und hochmotiviert anfeuerten! Die alte Dame mit dem Schild “Weiter so”, die gesettete Familie, die mit edlem Porzelan an der Strecke frühstückte, die vielen Menschen, die mit privat gekauften Bechern unermüdlich Wasser verteilten, die Damen mit den Melonenstücken, meine lieben Kollegen (eine sogar mit einem gebastelten Schild!) und und und …

Derart unterstützt hätte es doch mit der angepeilten und erwarteten Zeit von 3:10 klappen müssen!

Und es ging auch gut los. Die ersten Kilometer meist mit einem Schnitt von 4:25 Minuten/Kilometer, die Halbmarathonmarke mit 1:34, alles deutete auf eine Zeit von 3:10 hin, eventuell sogar etwas darunter.

Doch dann wurde ich immer langsamer. Bald musste ich selbst um einen 5-Minuten-Schnitt kämpfen, am Ende fielen mir sogar 5:30 schwer. Ab Kilometer 27 war es eine Qual, wie bei noch keinem Marathon zuvor.

Warum?

Ich weiß es nicht, habe aber ein paar Vermutungen: [Artikel weiter lesen ...]

Berliner Halbmarathon als Formtest

Mittwoch, den 23. April 2008

Nach mehreren Monaten kontinuierlichen Trainings mit einigen langen Läufen (der längste 50 Kilometer) nahen jetzt die Wochen der Wahrheit: Am kommenden Sonntag der Hamburg Marathon (Zielzeit: 3:10) und drei Wochen später mein erster Ultra, der Rennsteig Supermarathon (72,6 Kilometer).

Für diese Läufe war der Berliner Halbmarathon am 6. April 2008 ein willkommener Testlauf. Die gelaufenen 1:29:20, das entspricht einem Kilometerschnitt von 4:14 Minuten, versprechen beim Hamburg Marathon eine neue Bestzeit. Und so werde ich mit einem 4:30er-Schnitt angehen … in der Hoffnung, dass sich die Überdistanzläufe auszahlen und der “Mann mit dem Hammer”, den ich glücklicher Weise bisher noch nicht kennengelernt habe, sich weiterhin versteckt hält. Zufrieden konnte ich auch mit meiner Therapieanpassung sein, der Diabetes war gut im Griff!


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (09:30):

  • BZ: 70 – unmittelbar vor dem Start: 212 (10:35)
  • BE: 5
  • BR: 60%

Am Start (10:45):

  • BZ: 212

Während des Laufs:

  • BZ: 212 (11:40, ~ Kilometer 14)
  • BE: 2 (Kilometer 10)

Nach dem Lauf (12:30):

  • BZ: 141
  • BE: 2
  • IE: 2

Berliner Halbmarathon 2008 [gpxelevation=no]

Anmeldung Rennsteiglauf ’08

Sonntag, den 14. Oktober 2007

Soeben habe ich mich zum Supermarathon beim Rennsteiglauf angemeldet: Für die 72 km von Eisenach nach Schmiedefeld gibt es also eine Ausrede weniger, zumal ich auch eine Übernachtung in Oberhof gebucht habe.
Als “Vorbereitung” sind folgende weitere Wettkämpfe geplant:

  • Berliner Halbmarathon am 06.04.08
  • Hamburg Marathon am 27.04.08

Bin gespannt, wie das alles wird …

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