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Conergy Hamburg Marathon

Sonntag, den 27. April 2008

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich war doch ganz schön enttäuscht!

Nicht von den Zuschauern: Die waren erste Klasse! Überall standen Menschenmassen, die sich wirklich für den Lauf interessierten und hochmotiviert anfeuerten! Die alte Dame mit dem Schild “Weiter so”, die gesettete Familie, die mit edlem Porzelan an der Strecke frühstückte, die vielen Menschen, die mit privat gekauften Bechern unermüdlich Wasser verteilten, die Damen mit den Melonenstücken, meine lieben Kollegen (eine sogar mit einem gebastelten Schild!) und und und …

Derart unterstützt hätte es doch mit der angepeilten und erwarteten Zeit von 3:10 klappen müssen!

Und es ging auch gut los. Die ersten Kilometer meist mit einem Schnitt von 4:25 Minuten/Kilometer, die Halbmarathonmarke mit 1:34, alles deutete auf eine Zeit von 3:10 hin, eventuell sogar etwas darunter.

Doch dann wurde ich immer langsamer. Bald musste ich selbst um einen 5-Minuten-Schnitt kämpfen, am Ende fielen mir sogar 5:30 schwer. Ab Kilometer 27 war es eine Qual, wie bei noch keinem Marathon zuvor.

Warum?

Ich weiß es nicht, habe aber ein paar Vermutungen: [Artikel weiter lesen ...]

Berliner Halbmarathon als Formtest

Mittwoch, den 23. April 2008

Nach mehreren Monaten kontinuierlichen Trainings mit einigen langen Läufen (der längste 50 Kilometer) nahen jetzt die Wochen der Wahrheit: Am kommenden Sonntag der Hamburg Marathon (Zielzeit: 3:10) und drei Wochen später mein erster Ultra, der Rennsteig Supermarathon (72,6 Kilometer).

Für diese Läufe war der Berliner Halbmarathon am 6. April 2008 ein willkommener Testlauf. Die gelaufenen 1:29:20, das entspricht einem Kilometerschnitt von 4:14 Minuten, versprechen beim Hamburg Marathon eine neue Bestzeit. Und so werde ich mit einem 4:30er-Schnitt angehen … in der Hoffnung, dass sich die Überdistanzläufe auszahlen und der “Mann mit dem Hammer”, den ich glücklicher Weise bisher noch nicht kennengelernt habe, sich weiterhin versteckt hält. Zufrieden konnte ich auch mit meiner Therapieanpassung sein, der Diabetes war gut im Griff!


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (09:30):

  • BZ: 70 – unmittelbar vor dem Start: 212 (10:35)
  • BE: 5
  • BR: 60%

Am Start (10:45):

  • BZ: 212

Während des Laufs:

  • BZ: 212 (11:40, ~ Kilometer 14)
  • BE: 2 (Kilometer 10)

Nach dem Lauf (12:30):

  • BZ: 141
  • BE: 2
  • IE: 2

Berliner Halbmarathon 2008 [gpxelevation=no]

Training am 16.11.2007

Samstag, den 17. November 2007
  • Distanz: 3.80 km
  • Zeit: 24:16 (6:23 min/km)
  • Art des Trainings: Regeneration
  • Laufleistung 46. Woche: 16:79 km


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (19:03):

  • BZ: 70 (Insulin an Bord: 1,3 IE)
  • BE: 3
  • BR: —

Während dem Lauf:

Nach dem Lauf (20:00):

  • BZ: 65
  • BE: 2

Erläuterung:
Abends noch eine kleine, langsame Runde mit meiner Freundin im Dunkeln – aber die hatte blutzuckermäßig in sich …
Der noch nicht ganz gewirkte Kuchenbolus am Nachmittag schlug voll zu und verbrauchte die an sich großzügig bemessenen 3BE für 3 Kilometer laufen vollständig. Mit einer so starken Wirkung des IAB (Insulin an Bord) hätte ich nicht gerechnet.
Hm, selbst so eine Belastungslapalie kann einem Diabetiker gefährlich werden …

Training am 14.11.2007

Mittwoch, den 14. November 2007
  • Distanz: 12.99 km
  • Zeit: 1:07:14 (5:11 min/km)
  • Art des Trainings: Crosslauf, Fahrtspiel
  • Laufleistung 46. Woche: 12.99 km


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (14:35):

  • BZ: 80
  • BE: 6
  • BR: 50%

Während dem Lauf (15:45):

  • BZ: 117
  • BE: 2

Nach dem Lauf (16:55):

  • BZ: 198
  • BE: 3
  • IE: 5
  • BR: 100%

Erläuterung:
Ein schöner Lauf mit Fahrtspiel im Wald (Cross).
Die Einstellung scheint auf dem ersten Blick missglückt bzw. merkwürdig: Obwohl noch 6km nach dem BZ von 117 zu laufen war, ist der BZ auf fast 200 angestiegen. Es ist klar, dass die 2 BE während dem Lauf unnötig waren, aber der Wert um 15:45 erzwang ein 2BE-Sportgel! Die einzige Erklärung ist, dass aufgrund der kalten Temperaturen (5° C) die Messung nicht korrekt war, denn BZ-Geräte zeigen bei kalten Temperaturen meist zu niedrige Messwerte an …

Training am 24.10.2007

Mittwoch, den 24. Oktober 2007
  • Distanz: 8.35 km
  • Zeit: 45:00 (5:23 min/km)
  • Art des Trainings: Intervalle (6x500m)
  • Laufleistung 44. Woche: 22.13 km


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (12:10):

  • BZ: 103 (fallende Tendenz)
  • BE:5
  • BR:50%

Während dem Lauf:

Nach dem Lauf (14:05):

  • BZ: 145
  • BE: 6
  • IE: 7
  • BR: 100%

Erläuterung:
Ich arbeite weiter an meiner Schnelligkeit und trainiere Intervalle (was mir ganz schön schwerfällt): 6 x 500 m in 1:47, 1:50, 1:57, 1:51, 1:57 und 2:01. Naja, da habe ich ja noch einen ganz schönen Weg vor mir.
Die Diabetesanpassung war (anders als mein lahmes Tempo!) jedoch optimal: Basalratenreduktion und Sport-BEs haben genau gepasst. Dass ich die BR aber bei einem so kurzen Training reduzieren musste, liegt daran, dass ich heute morgen mit einem sehr hohen Wert von 300 aufgewacht bin und entsprechend korrigiert habe. Da sich aber die Wirkdauer eines Bolus bei einer Verdopplung der Dosis um ungefähr die Hälfte verlängert (also statt 4 Stunden (5IE) wirken die 10 IE ca. 6 Stunden), habe ich die BR entsprechend korrigiert. Ohne diesen großen Bolus vor dem Frühstück hätte ich die Reduktion weggelassen.


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