Adieu Triathlon – Willkommen Ultra!

Seit einer Woche habe ich mich für’s Erste vom Triathlontraining verabschiedet, auch wenn mir die vielseitigen, abwechlsungsreichen Belastungen sehr viel Spaß gemacht haben.

Aber die Vorbereitung auf den in dreieinhalb Wochen stattfindenden Swiss Alpine Marathon K78, eine 78 Kilometer-Runde rund um Davos mit insgesamt +/- 2320 Höhenmetern, erfordert jetzt noch einmal ordentlich Kilometer schrubben: 100 Kilometer pro Woche sollten es schon sein.

Und dass ich dabei auf das Training und die Erfahrung des Rennsteiglaufs (72,7 Kilometer) von vor sechs Wochen zurückgreifen kann, zeigt mein (ultra-)langer Lauf am Sonntag: 48 Kilometer rund um Hanburg-Bergedorf auf zum Teil wurzeligen Waldwegen mit ein paar kurzen, aber giftigen Steigungen stellten – glücklicher Weise – kein nennenswertes Problem dar, im Gegenteil, war ich doch auf der Strecke eine halbe Stunde schneller und deutlich weniger erschöpft als auf der gleichen Runde sechs Wochen vor dem Rennsteiglauf.


TRAINING: LANGER LAUF

  • Distanz: 48,15 km
  • Zeit: 4:59:20 (6:13 min/km)
  • Art des Trainings: langsamer Dauerlauf (GA)


DIABETES-ANPASSUNG

Aufstehen (07:50)

  • BZ: 92
  • BE: 4 (Frühstück mit drei Toastbroten, Nutella, Kaffee mit viel Milch)
  • IE: 1 (Eine Einheit trotz mehrstündigem Laufen gegen meine ausgeprägte morgendliche Insulinresistenz.)
  • BR: 70%

Loslaufen (8:50)

Während des Laufs

  • Kilometer 9 (09:45): 106 -> 5 BE (selbstgemachtes Maltodextrin-Getränk)
  • Kilometer 20 (10:40): 84 -> 5 BE (Maltodextrin)
  • Kilometer 25: 5 BE Cola und 2,5 BE Eis
  • Kilometer 40 (12:45): 160 -> 2 BE (Hammergel)

Nach dem Lauf (14:15)

  • BZ: 72
  • BE:5
  • IE: 3
  • BR: 90%

Download: 48 Kilometer rund um Hamburg Bergedorf (GPX-Datei)

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Veröffentlicht von

Andreas

* 1970 in Trier, seit 1988: Diabetes Typ 1 (CSII mit animas vibe, Dexcom G4), seit 2005: leistungsorientiertes Training (vor allem Laufen, aber auch Radfahren), zahlreiche Marathons, Ultras und Ironmans

10 Gedanken zu „Adieu Triathlon – Willkommen Ultra!“

  1. Donnerwetter, das würd ich so jetzt gar nicht mehr bringen. Die Länge meiner Läufe beschränkt sich derzeit nur auf etwa 13 Kilometer. Also mal Respekt für die Trainingseinheit!

  2. Na ja, das wird nicht ganz einfach, aber der nächste, der übermorgen ansteht, wäre der geeignetste: das sinds nur 38 Radkilometer und kurze Wechselwege ;o) Allerdings ist die Radstrecke recht hüglig. Ich denke, ich schaff das nicht. Anwort zum Roth-Thema gibts in meinem Blog!

  3. Es hat also nicht geklappt mit den 2:30 -- na ja, das war vielleicht auch etwas großkotzig. Beim Schwimmen hab ich mit 32 min meine schlechteste Zeit hingelegt, es war starker Wellengang, das hat keinen Spaß gemacht. Auf der Radstrecke hab ich durch die Hügel mächtig Körner gelassen, und das hat sich dann beim Lauf bemerkbar gemacht. Was solls…. Nun werde ich erst mal 2 Wochenenden keinen WK bestreiten und mehr trainieren. Das ist ja ein wenig kurz gekommen, während der Wettkämpfe. Alles Gute für Davos, besseres Wetter und ich freu mich jetzt schon auf Bilder und Bericht!

  4. Aber nicht Du warst großkotzig, Du hast das doch skeptisch gesehen („Ich denke, ich schaff das nicht.“), ich war’s, der Dich damit ein wenig unter Druck gesetzt hat -- weil ich sicher bin, dass Du es schaffen wirst!
    Vielleicht hast Du ja auch ein wenig für die (zu?) knappen Regenerationszeiten zwischen den Wettkämpfen im Wochenabstand bezahlt … und hast die Zeit bei einem der nächsten Triathlons locker drin, wer weiß.

    Trotz Zugspitzextremlauf, der mich ganz schön zum Nachdenken gebracht hat, freue ich mich sehr auf den Swiss Alpine. Werde aber nichts riskieren, mich ausreichend warm kleiden bzw. entsprechende Ausrüstung mitnehmen bzw. in Bergün (Ort, bevor es hochalpin wird) deponieren — und notfalls abbrechen, umkehren, in der Keschhütte pausieren! Ich muss zugeben, dass ich vielleicht nicht dünn bekleidet (bin eine Frostbeule), aber trotz des Wetters in jedem Fall beim Zugspitzextremlauf gestartet wäre. Ganz schön dumm! Jetzt weiß ich’s -- hoffentlich! -- besser.

  5. Ja, ich wäre auch gestartet! Ganz sicher! Ich hatte diesen Lauf eigentlich auch mal auf der „Will Haben-LIste“.

    Ich wünsch Dir, daß Du das nötige Einsehen auch hast, wenn es zu Extremsituationen kommt. Da wäre ich mir nämlich bei mir auch nicht so sicher.

    Jedenfalls Alles Gute!

  6. Äh, sorry, eile mich ja auch (die Hälfte des Swiss-Alpine-Berichts ist fertig), komme aber nicht richtig dazu, weil ich nur gaaaaanz kurz zu Hause bin und morgen schon wieder verreise … Vielleicht schaffe ich es heute abend, oder aber erst am übernächsten Wochenende ;-(

    Viele Grüße,
    Andreas

  7. Hallo Andreas,
    Erst mal Respekt, tolle Webseite u. Gratulation zu den tollen Ergebnissen bei den Wettkämpfen.Ich 38 bin auch Typ1 Diabetiker seit 1990 u. seit kurzem Pumpenträger.Leider habe ich noch einige Einstellungsprobleme bei meinen sportlichen Aktivitäten(fahre Rad,ca.8000km jährlich mit einingen Wettkämpfen)Ich würde es gut finden,wenn Du mir ein bisschen behilflich sein könntest,die Balance zu finden.
    Viele Grüße,
    Gerd

  8. Hallo Gerd,

    Dankeschön für die Komplimente und natürlich helfe ich gerne (wenn ich das denn kann). Ich werde Dir gleich eine E-Mail schreiben.

    Viele Grüße,
    Andreas

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