Neues Ziel: Langdistanz-Triathlon in Roth

Sport trotz und auf den Gletschern der neuen Eiszeit

Triathlon Challenge RothNachdem die vergangene Saison vom Ultra-Laufen bestimmt wurde, gilt ab sofort ein neues Ziel, das sowohl vom logistischen Drumherum als auch im Training eine enorme Herausforderung ist: Der Langdistanz-Triathlon Challenge Roth am 17. Juli 2010!

Das Besondere an dem Vorhaben ist auch, dass ich kein Einzelkämpfer bin, sondern sich sechs weitere Triathleten und eine Staffel der IDAA » (Internationalen Vereinigung von Sportlern mit Diabetes) ebenfalls auf den insgesamt 225 km langen Ausdauerwettkampf vorbereiten. Gut ist nicht nur, dass wir uns sicherlich unter einander gehörig pushen werden, sondern auch bei all den diabetes-spezifischen Problemen, die auf uns zukommen, einander Hilfestellung leisten werden: Wie transportiere ich Not-BEs beim Schwimmen? Wohin mit der Pumpe? Wie messe ich beim Radfahren? Wie transportiere ich all die notwendigen Sport-BEs auf dem Rad und in welcher Form, wie trage ich diese beim Laufen? Passe ich meine Basalrate an die verschiedenen Sportarten an und wie verändert sie sich während der vielen Stunden des Wettkampfs? – Hundert Fragen und tausend Antworten … bei denen vermutlich bis zuletzt ein großes Fragezeichen stehen bleibt.

Canyon Triathlonrad Speedmax CF 9.0Meine Vorbereitungen sind bereits im vollen Gange. Bereits vor etwa sechs Wochen habe ich in der Sparbuch-Aktion von Canyon mir das Triathlonrad Speedmax CF 9.0 gekauft und bin völlig begeistert. Der feinst ausgestattete Carbon-Renner ist so viel schneller und zugleich so viel komfortabler als mein (bisher) so geliebtes Alu-Rennrad. Er fährt wie auf Schienen, ist locker zwei, drei Stundenkilometer bei gleichem Kraftaufwand schneller und federt nahezu jede Unebenheit elegant weg. Erst jetzt weiß ich, wieviel Spaß rennradfahren machen kann! Und dank der Triathlon spezifischen Geometrie des Rahmens (ein steiles Sitzrohr kippt den Körper nach vorne) ist die Aero-Position regelrecht bequem. Auch wenn meine längste Distanz mit dem Rad bisher erst 70 km waren, diese guten zwei Stunden Training halte ich bereits jetzt ohne muskuläre Probleme aus und fürchte auch nicht, dass die Aero-Position auf den zu absolvierenden 180 km besonders schwierig wird.

Um mein Training richtig planen zu können bzw. die in den Trainingsplänen angegebenen Bereiche wie Grundlagen-Ausdauer (GA1 und GA2), Entwicklungs-Bereich (EB) und anaerobes Training (ANA) auch sicher zu treffen, habe ich eine ärztlich begleitete Leistungsdiagnostik mit Laktat-Stufentest und Spiroergometrie absolviert. Trainingsbereiche gemäß der Leistungsdiagnostik 2009Jetzt weiß ich nicht nur, wo meine anaerobe Schwelle liegt, wann ich wieviel Fette und Kohlenhydrate verbrenne und wo mein Maximalpuls liegt, sondern kann mir auch sicher sein, dass ich gesund in die Vorbereitung einsteige, denn Blutdruck, Belastungs-EKG und die Varianz des Herzschlags geben keinerlei Anlass zur Sorge, im Gegenteil zeigen die Parameter, dass ich hoch belastbar bin. 🙂

Und so habe ich in dieser Woche intensiv mit dem Training für Roth begonnen: Schwerpunkt sind Radfahren (soweit es das Wetter zulässt) und Schwimmen, da aufgrund meines intensiven Lauftrainings diese beiden Sportarten in diesem Jahr bisher kaum eine Rolle gespielt haben. Glücklicher Weise spielte diese Woche das Wetter mit und ich war zweimal radfahren, 40 km (hier stoppten mich zwei Platten kurz hintereinander und ich musste mangels Flickzeug den Heimweg per Bus antreten) und 60 km, dreimal schwimmen (insgesamt 6,5 km) und zweimal laufen (25 km).

Aber das Wichtigste an all dem: Training macht wieder richtig Spaß!

Weitere Berichte zu Vorbereitung und Wettkampf in chronologischer Folge:

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Veröffentlicht von

Andreas

* 1970 in Trier, seit 1988: Diabetes Typ 1 (CSII mit animas vibe, Dexcom G4), seit 2005: leistungsorientiertes Training (vor allem Laufen, aber auch Radfahren), zahlreiche Marathons, Ultras und Ironmans

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