Sport trotz und auf den Gletschern der neuen Eiszeit

Ja, ich trainiere noch, trotz des Wetters, trotz der vereisten Straßen und Wege, die das Laufen an vielen Tagen unmöglich machen! Aber manchmal geht es halt doch, wenn es gerade mal wieder frisch geschneit hat oder die Hamburger genug Zeit hatten, ihr Eis wegzukloppen. Ich sagte, die Hamburger, denn die Berliner tun nichts, gar nichts gegen die neue Eiszeit mit ihren Gletschern, die inzwischen die ganze Stadt durchflossen haben. Und so kam es, dass ich in Berlin tatsächlich ein langes Wochenende lang nicht gelaufen bin, von Donnerstag bis Sonntag, vier (arbeitsfreie) Tage! – eine solche Laufpause (außer bei Krankheiten und Regenerationswochen nach Saisonhöhepunkten) gab es seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr, seitdem ich wieder begonnen habe, Sport zu treiben …

Aber da sich eine kleine Leidenschaft mit der Indoor Bike League » entwickelt hat und ich in der Winterserie 2010 mächtig in die Pedale trete (jede Woche ein neues Rennen), kann sich die Trainingsbilanz im Januar insgesamt durchaus sehen lassen. Dank der virtuellen Radwelten, die ich in meinem Arbeitszimmer erradele und in denen harte Gegner warten, bin ich im Januar in knapp 12 Stunden immerhin 385 km geradelt, das ist ein Schnitt von 32,6 km/h bei über 3000 Höhenmetern. Mein Puls bewegte sich außer beim Ein- und Ausfahren und bei der Handvoll regenerativen Einheiten stets im Entwicklungsbereich, meist sogar im Bereich der anaeroben Schwelle und darüber. Das kommt halt davon, wenn man Rennen fährt. Aber da ich nicht stundenlang vor Schweiß triefen möchte, mache ich kürzere, aber sehr intensive Einheiten auf dem Rad. Gerade in letzter Zeit ist zu lesen, dass dies ähnliche Wirkung für die Ausdauerleistung hat wie stundenlanges GA-Training.

Grundlagen-Training mache ich vor allem beim Laufen, wenn ich denn mal laufen kann, denn im Januar war ich nur 8 Stunden unterwegs und kam nur auf 92 km, das war im letzten Jahr oft mein Wochenumfang.

Häufiger bin ich geschwommen, insgesamt 9 Stunden und etwa 20 Kilometer.
Macht zusammen doch noch 29 Stunden Training, statistisch also fast täglich eine Stunden. Das ist natürlich nicht das, was ich mir vorgenommen habe – aber im schulisch stressigen Januar (Zeugniskonferenzen, Korrekturen, Konzerte etc.) bei dem Wetter und der immer noch lang anhaltenden Dunkelheit war für mich, auch motivationstechnisch, nicht mehr drin.

Der Februar lässt sich – trotz der Eiszeit – bisher etwas besser an: Am Wochenende war ich in Garmisch Skifahren, an einem Tag auch mit breschdlingsgsaelz, und bis auf den gestrigen Rückreisetag habe ich täglich trainiert. Heute erst eine Stunde Rad (Rolle) und dann eineinviertel Stunde Schwimmen. Ich weiß, beim Triathlon in Roth wird die Reihenfolge umgekehrt sein, aber so erspare ich mir einmal duschen.

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Veröffentlicht von

Andreas

* 1970 in Trier, seit 1988: Diabetes Typ 1 (CSII mit animas vibe, Dexcom G4), seit 2005: leistungsorientiertes Training (vor allem Laufen, aber auch Radfahren), zahlreiche Marathons, Ultras und Ironmans

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