Ein tolle Feier: Der Swiss Alpine Marathon Davos wird 25!

Kann man 13 Tage nach der Challenge Roth », bei der ein Triathlon über die Ironman-Distanz zu bewältigen war, einen anspruchsvollen Berg-Ultramarathon über 78 Kilometern mit +/- 2260 Höhenmetern laufen?

  • Ja, man kann.

Kann man dabei auch noch Spaß haben, die Bergwelt genießen?

  • Ja, man kann.

Und kann man seine durchaus passable Zeit vom letzten Lauf (1998: 9:38:42, vgl. Swiss Alpine Marathon 2008 ») auch noch um mehr als eine Stunde (!) auf 8:37:40 verbessern?

  • Selbst das geht – auch wenn ich von einer solchen Verbesserung nur in wenigen, besonders kühnen Träumen geträumt habe.

Aber dieses Mal passte einfach alles zusammen:

Nach kalten Niesel- und Schneeregenwetter überraschte der Wettkampftag mit optimalen Bedingungen: Sonnig und warm, aber nicht zu warm, zudem Windstill – es geht nicht besser! Sogar auf dem Scalettapass auf über 2600 Metern bremste dieses Mal keine frostigen Winde, die doch sonst so gerne durch die exponierte Scharte fegen.

Angesichts dieses Traumwetter, wollte auch mein Körper kein Spielverderber sein und zeigte sich wohl erholt und in bester Form, um den 25-jährigen Geburtstag des vielleicht schönsten und liebenswürdigsten Ultramarathons zu feiern.

Und nicht zuletzt meine Diabetesanpassung funktionierte: Zwar stieg mein Blutzucker zunächst auf Werte deutlich über 200 mg/dl an, da ich beim Frühstück den Bolus zu stark reduziert hatte, aber nach eineinhalb Stunden hatte ich diesen Wert wieder runtergelaufen und bewegte mich anschließend im Bereich zwischen 120 und 200 mg/dl, weit entfernt von leistungsmindernden Hypo- oder Hyperglykämien.

So standen im Ziel für mich zwei Dinge fest:

  1. Das war nicht mein letzter K78 und
  2. im Herbst laufe ich den Marathon unter drei Stunden …

Leider bleibt zumindest der zweite Punkt ein schöner Traum, denn zwei Tage nach dem Swiss Alpine wurde ich in einem kleinen Regionalkrankenhaus aufgrund ärztlicher Unerfahrenheit zunächst stümperhaft behandelt, ehe die daraus resultierenden Schmerzen zu einer – durchaus nachvollziehbaren – Fehldiagnose führten und ich fast drei Stunden lang notoperiert wurde. Jetzt belegt eine 23 cm lange Bauchnarbe, dass sich die Ärzte wirklich einen gründlichen Überblick über die tadellose Gesundheit meiner inneren Organe verschafft haben.

Swiss Alpine Marathon Davos (K78) 2010: Scaletta-Pass Swiss Alpine Marathon Davos (K78) 2010: Dischmatal
(Ein Klick auf die Bilder vergrößert die Darstellung.)

Ein ausführlicher Bericht über die Strecke dieses eindrucksvollen Laufs findet sich hier: Swiss Alpine Marathon 2008 (Laufbericht K78) »

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Veröffentlicht von

Andreas

* 1970 in Trier, seit 1988: Diabetes Typ 1 (CSII mit animas vibe, Dexcom G4), seit 2005: leistungsorientiertes Training (vor allem Laufen, aber auch Radfahren), zahlreiche Marathons, Ultras und Ironmans

2 Gedanken zu „Ein tolle Feier: Der Swiss Alpine Marathon Davos wird 25!“

  1. Hallo Andreas.

    Tolle Leistung. Aber das Andenken ist ja nicht berauschend. Was haben die denn da für einen Unsinn gemacht, wenn man fragen darf.
    Ich hoffe Dir geht es soweit wieder gut.

    Gruß

    André

  2. Hallo Andreas,
    Glückwunsch zum klasse Ergebnis. Ich finde es bemerkenswert wie du so kurze Zeit nach Roth schon wieder solche Leistungen erzielen kannst. Die Bilder sind auch echt beeindruckend. Ich gaube ich sollte mich auch mal an solchen Läufen probieren. Die Bilder machen echt Lust.
    Wünsch dir alles Gute,
    Philipp

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