Marathon-Bestzeit 2011, neue Pläne 2012 – ein Lebenszeichen nach langer Schreibpause

Seit September 2010 gab’s außer ein paar Kommentare von mir wenig zu lesen, denn es ist viel passiert: Haus kaufen, renovieren und umziehen ist zwar wunderschön, kostet aber enorm viel Zeit, Zeit, die für Training und Wettkampf fehlt, und Zeit, die für’s Schreiben nötig gewesen wäre.

Dabei gab’s durchaus Dinge, über die ich berichten wollte.

Da ist zunächst der Köln Marathon 2011, bei dem am 2. Oktober 2011 etwa 100 Sportler mit Diabetes (darunter 20 IDAA-Mitglieder) am Start waren. Ein tolles Projekt, das der Neu-Diabetiker Michael Rosenbaum mit seinem „Diabetes Programm Köln“ ins Leben gerufen hat, denn so viele Diabetiker zum Start bei einem Marathon zu bewegen, ist eine unglaubliche Leistung, und das große Presseecho ist ein scharfes Schwert beim Kampf gegen das Diabetiker-Vorurteil „d. d. D.“, „dick dumm Diabetes“. – Und vielleicht hat ja auch der (name-gedroppte) „medizinische Leiter“ des Programms, Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Georg Predel, etwas gelernt, war er doch bei seiner kurzen Stippvisite an der Strecke angesichts der schnellsten Marathonis offenkundig überrascht, wie schnell Diabetiker laufen können. Aber dass wir in der Mannschaftswertung, bei der drei Läufer zusammengefasst werden, den dankbaren 4. Platz belegten, damit konnte ja auch niemand rechnen … 😉

Doch auch mit meiner persönlichen Leistung bin ich sehr zufrieden. Nur drei Wochen nach dem Münster Marathon eine neue Bestzeit in 3:11:09 Stunden – und das bei sommerlichen 26°, die schon beim Start um 11:30 Uhr erreicht waren.

Das gelang trotz der Hitze, weil mein neues Diabetes-Therapie-Konzept einfach passt: Immer wieder bestätigt sich die Idee, die Basalrate vor dem Lauf fast vollständig zu stoppen, um dann auch wirklich mit einem niedrigen Insulinspiegel unterwegs zu sein (vgl. BIG 25 – Neuer Therapieansatz). Dass ich doch mehr BE unterwegs benötigte als zuvor beim Münster-Marathon, liegt auch an den wärmeren Temperaturen und der Mittagszeit, was sich beides auf meine Insulinempfindlichkeit auswirkt.

Blutzuckerwerte und Therapieanpassung beim Köln-Marathon 2011

Danach gab’s erst einmal eine ausgiebige Laufpause mit viel Zeit für unser neues Haus. Lediglich bei der Berliner Marathonstaffel am 22. November 2011 schnürte ich noch einmal meine Laufschuhe, um im Kreis netter IDAAler die Saison zu beschließen.

Seit Heiligabend bereite ich jetzt die neue Saison vor, bei der ich mir mal wieder einen Triathlon als Höhepunkt der ersten Jahreshälfte vorgenommen habe. Beim Ironman Regensburg am 17. Juni 2012 möchte ich unbedingt meine Zeit von der Challenge Roth 2010 toppen!

Zur Vorbereitung habe ich ein anspruchsvolles Wettkampfprogramm geplant, was sicherlich nicht für jeden ideal ist, aber nach meinen bisherigen Erfahrungen für mich passen sollte:

  • 11. März, Celler Wasa-Lauf (10 km)
  • 29. April, Hamburg Marathon (42 km)
  • 12. Mai, Rennsteiglauf (72 km)
  • 27. Mai, Haderslev Triathlon (Mitteldistanz, 1,9 – 90 – 21)
  • 3. Juni, Vierlanden Triathlon (Olympische Distanz, 1,5 – 40 – 10)
  • 17. Juni, Ironman Regensburg (Langdistanz, 3,8 – 180 – 42)

Wie dann die zweite Jahreshälfte aussieht, das entscheide ich erst im Sommer, aber ein schöner Ultratrail in den Bergen sollte noch drin sein – und ein schneller Marathon unter drei Stunden … Schluss jetzt, aufwachen, trainieren statt träumen!

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Veröffentlicht von

Andreas

* 1970 in Trier, seit 1988: Diabetes Typ 1 (CSII mit animas vibe, Dexcom G4), seit 2005: leistungsorientiertes Training (vor allem Laufen, aber auch Radfahren), zahlreiche Marathons, Ultras und Ironmans

3 Gedanken zu „Marathon-Bestzeit 2011, neue Pläne 2012 – ein Lebenszeichen nach langer Schreibpause“

  1. Uaah Andreas, was hast du denn vor? Straffes Wettkampfprogramm würde ich mal sagen. Ein wenig sehr straff. Damit sei dir ausnahmsweise verziehen, dass du länger nichts von dir hast hören lassen;D. Würde dir dann auch gern wie besprochen persönlich zu deinem knapp über drei Stunden Lauf gratulieren ;). Mail mit Terminvorschlägen folgt. Und bei deinem Wettkampfvoraben kommst doch gar nicht dazu das neue Haus und deine Werkelei von innen zu genießen oder? Lieben Gruß, maild mich in Kürze, Steff

  2. Jo, mach das, ich freu mich schon sehr auf ein Treffen!
    Fahre aber jetzt erst einmal für ein paar Tage in die Schweiz zum Skifahren. 🙂
    Wenn ich nicht sofort antworte, weißt Du warum.

    Liebe Grüße,
    Andreas

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