Münster Marathon 2011: klasse Stimmung, gute Zeit und (fast) perfekte Werte (Laufbericht)

Am Tag nach der Mitgliederversammlung der IDAA », der Vereinigung von Sportlern mit Diabetes, nahmen drei Staffeln und vier Einzelläufer die 42 km lange Marathondistanz in Angriff. Drei erfolgreiche, in guten Zeiten absolvierte Marathondebuts und drei recht schnelle Staffelzeiten zeigen eindrucksvoll, dass Diabetes – wenn er kenntnisreich beherrscht wird – kein Hindernis, sondern vielmehr ein Grund für sportliche Leistung ist: Denn gründliche Vorbereitung und ein intensives Hineinhorchen in den eigenen Körper sind für Diabetiker selbstverständlich und zugleich Bedingungen, wenn ein Marathon ohne Qual gefinisht werden will. Und das haben die IDAA-Mitglieder allen anderen zum Teil kämpfenden Läufern deutlich vor Augen geführt. Münster Marathon 2011: klasse Stimmung, gute Zeit und (fast) perfekte Werte (Laufbericht) weiterlesen

Salomon 4 Trails: Vier herrliche Tage durch die Alpen (Laufbericht)

Etwa 160 km und 10.000 Höhenmeter verteilt auf vier Etappen an vier aufeinanderfolgenden Tagen: Ich hätte mir die Zahlen und die Streckenprofile deutlicher vor Augen führen müssen, um genauer einschätzen zu können, was mich bei den Salomon 4 Trails » wirklich erwartet. Denn es warteten nicht vier Tage lockeres Trailrunning, sondern eine Art Speed-Bergsteigen gefolgt von einem sich ins Tal Stürzen, das nur gelegentlich von genussvollem Laufen unterbrochen war. Sicher, die das Klassements des Wettkampfs dominierende Elite der verschiedenen Salomon-Trailrunning-Teams lief sicherlich noch in Passagen, die ich nur mühsam steigen konnte, aber letztlich war es in erster Linie doch ein LAUF-Event für den ambitionierten Amateur (ich war bei weitem nicht der langsamste und belegte mit einer Zeit von 25:41:36 den 51. Platz von 169 Startern), und nur in zweiter Line eines für den (Halb-)Profi. Um zu verdeutlichen, was ich meine, betrachte man bitte das Höhenprofil der zweiten Etappe, wie es Bestandteil unseres Trailbooks war:

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Letzter Trainingslauf vor den 4 Trails: Hella Halbmarathon Hamburg

Auf unsrer School’s-out-Party fragte mich ein Kollege, ob ich eigentlich auch am Sonntag beim Hella Halbmarathon in Hamburg starten würde, und ehe ich mich versah, hatte ich auch schon zugesagt. Ein wenig leichtsinnig, immerhin starten die Salomon 4 Trails bereits drei Tage später, am Mittwoch, aber einen lockeren Trainingslauf hätte ich eh unternommen. Das heißt, vermutlich nicht, denn es war übelstes Wetter angesagt und fast den ganzen Tag hielt sich Petrus auch an die Vorgabe. Nur während des Laufs hatte er ein Einsehen und spendierte uns bestes Läuferwetter: Kühl, aber nicht zu kalt und vor allem – trocken! Letzter Trainingslauf vor den 4 Trails: Hella Halbmarathon Hamburg weiterlesen

Rennsteig Marathon 2011 (Laufbericht)

Dieses Mal also nicht wie die drei Jahre zuvor der lange Kanten, der Rennsteiglauf Super Marathon über 72,8 km, sondern „nur“ der Marathon über 43,5 km. Die Wahl der Strecke war zunächst ein Zugeständnis an die nur eingeschränkt mögliche Vorbereitung, mit drei (halb-)langen Läufen über 25 km seit Sommer letzten Jahres birgt der Start bei einem Ultramarathon doch unkalkulierbare gesundheitliche Risiken, insbesondere für den Bewegungsapparat. Versüßt wurde die kleine Niederlage, die durchaus in dieser Wahl versteckt ist, mit der Aussicht auf die mir unbekannte Strecke von Neuhaus am Rennweg nach Schmiedefeld, also vom, wie vor dem Start lauthals verkündet wurde, „stimmungsvollstem Start“ zum „schönstem Ziel der Welt“. Rennsteig Marathon 2011 (Laufbericht) weiterlesen

BIG 25 Berlin: Gänsehaut-Zieleinlauf nach neuem Therapieansatz

Nach 20 km geht es beim BIG 25 Berlin, dem ehemaligen, 25 km langen „Franzosen-Lauf“, zum ersten Mal empfindlich bergauf. Nicht überraschend, denn ich kenne die Strecke, die die touristischen Highlights Berlin aneinander reiht, bin sie schon dreimal gelaufen, und immer forderte die Neue Kantstraße ihren Preis, 20, 30 Sekunden pro Kilometer. Das ist zwar nicht teuer, zu bedenken sind aber die Zinsen, denn auch die letzten vier Kilometer, immer wieder leicht ansteigend, verlangen Willen und Kampf, um das Tempo nicht völllig zu verlieren.

Wetter.com zufolge war es nicht heiß. 21 Grad, was ist das schon? Überhaupt machen mir höhere Temperaturen eher wenig zu schaffen, bremsen mich kaum. Und auch der perfide Plan der Stadt, Asphalt und Häuserfassaden in Brennspiegel zu verwandeln, um durch gebündelte Sonnenstrahlen die Läufer auszukochen, stahl zwar zahlreichen Läufern die Motivation, mir aber nicht. Ich fühlte mich gut, nein, sehr gut und besser, auch weil ich niemals erwartet hätte, dass ich bereits wieder so kraftvoll laufen könnte. Denn der Wiedereinstieg ins Lauftraining ist gerade einmal fünfeinhalb Wochen her, denn Anfang April endete das Belastungsverbot, das ärztlicherseits aufgrund eines gebrochenen und gespaltenen großen Zehs erlassen wurde. BIG 25 Berlin: Gänsehaut-Zieleinlauf nach neuem Therapieansatz weiterlesen