Sport trotz und auf den Gletschern der neuen Eiszeit

Ja, ich trainiere noch, trotz des Wetters, trotz der vereisten Straßen und Wege, die das Laufen an vielen Tagen unmöglich machen! Aber manchmal geht es halt doch, wenn es gerade mal wieder frisch geschneit hat oder die Hamburger genug Zeit hatten, ihr Eis wegzukloppen. Ich sagte, die Hamburger, denn die Berliner tun nichts, gar nichts gegen die neue Eiszeit mit ihren Gletschern, die inzwischen die ganze Stadt durchflossen haben. Und so kam es, dass ich in Berlin tatsächlich ein langes Wochenende lang nicht gelaufen bin, von Donnerstag bis Sonntag, vier (arbeitsfreie) Tage! – eine solche Laufpause (außer bei Krankheiten und Regenerationswochen nach Saisonhöhepunkten) gab es seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr, seitdem ich wieder begonnen habe, Sport zu treiben …

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Interessanter, lehrreicher Triathlon-Trainings-Thread

Im Forum www.triathlon-szene.de », dem derzeit mit Abstand interessantesten und aktivsten Triathlon-Forum im deutschsprachigem Raum, findet ein derzeit hochinteressantes Projekt statt, das ich mit großem Gewinn seit einigen Tagen verfolge:

Ein normal bis mäßig begabter, aber sehr sympathischer Triathlet mit dem Nicknamen „Steilkueste“ möchte sich im kommenden Sommer unbedingt für Hawai qualifizieren und wird zu diesem Ziel von einem äußerst kompetent und erfahren wirkenden Triathlon-Freak namens „dude“ gecoacht.
Dabei findet der gesamte Austausch online statt … und es geht wirklich um alles, was man so bedenken kann: Selbstverständlich um Trainingsinhalte und -planung, aber auch um Krafttraining und Stretching sowie um Ernährung und Lebensführung. Nicht zu vergessen sind Überlegungen zur mentalen Vorbereitung und technische Details.

Auch wenn ich nicht glaube, dass es“ Steilkueste“ schaffen wird, besteht in der Diskussion wirklich die Möglichkeit, Neues zu erfahren, Bekanntes zu relativieren und sich selbst mit dem dort Gelernten zu motivieren.
Und warum funktioniert das Ganze so gut, warum fühle ich mich so angesprochen?
Ganz einfach: Weil „Steilkueste“ so normal, so mittelmäßig und doch zugleich auch so (über-)ambitioniert ist – wie ich, wie wir alle: TOLL!

Hier der Link zu dem Thema:
Traum von Kona: dude coacht Steilkueste »


Radfahren und seinen Blutzucker bestimmen

Ein Problem, das ich vor meinem ersten Triathlon in vier Wochen lösen muss, ist die Frage, wie kann ich während des Fahrens meinen Blutzucker messen.

Denn während des Rennens anhalten finde ich ziemlich blöd, auch wenn sich der „Zeitverlust“ sicherlich auf nicht mehr als eine Minute beläuft und letztlich in meiner Leistungsklasse absolut irrelevant ist. Eher würde ich, so wie ich mich kenne, auf eine Messung verzichten und mich auf mein „Gefühl“ verlassen, was an sich leichtsinnig und inakzeptabel ist, aber trotz dieser Einsicht leider nicht an Wahrscheinlichkeit verliert.
Also muss eine Lösung her!

Da ich weiß, dass das accu-check Triathlon-Team mit dem accu-check Compact Plus misst, habe ich mir dieses als Testgerät schicken lassen. Die Vorteile klingen überzeugend: Radfahren und seinen Blutzucker bestimmen weiterlesen

Regeneration nach dem Hamburg-Marathon

Nach dem Hamburg-Marathon bin ich zunächst zwei Mal geschwommen (vgl. Erstes Schwimmtraining, Zweites Schwimmen: Deutliche Steigerung). Nicht nur, um mich für die geplanten Triathlons vorzubereiten, sondern auch um zu regenerieren, meine Beine zu entlasten und zu lockern.

Freitags, also fünf Tage nach dem Marathon musste ich aber wieder laufen gehen, es ging nicht anders, meine Läuferseele wurde bereits nervös: 14 Kilometer in einem extrem langsamen Tempo (7:00 min/km im „bergigen“ Gelände Arnstadts, 237 Höhenmeter), am Samstag noch einmal einen ähnlich langsamen Lauf (15 Kilometer in Hainbücht, 338 Höhenmeter).
Bei beiden Läufen war der Marathon noch deutlich zu spüren: Schwere Beine, besonders die Oberschenkel, am Freitag in Arnstadt sogar noch mit einem leichten Schmerz in der linken Wade, der aber am Tag darauf verschwunden war. Diese mangelnde Frische verlangt nach weiterer Schonung.
Deshalb bin ich am Sonntag eine kleine Runde mit dem Rennrad (31 Kilometer in 1:05) gefahren und am Montag wieder schwimmen gegangen (2 Kilometer).

Nach diesen zwei „Ruhetagen“ (natürlich nur auf das Laufen bezogen) folgten am Dienstag wieder 13 Kilometer Laufen, weiterhin ausschließlich in einem regenerativen Tempo (6 Minuten/Kilometer) und heute noch einmal 10 Kilometer.
Beide Läufe zeigten, dass sich die Beine zwar erholen, aber längst noch nicht ihre alte Leistungsfähigkeit wieder erlangt haben. Während mein Kreislauf sich nahezu unbelastet fühlt, bauen die Beine doch während der Läufe etwas ab, es geht, aber nicht so wie sonst … — Glücklicher Weise sind es ja noch 9 Tage bis zum Rennsteiglauf! Und wenn die Erholung weiterhin so voran schreitet, wird es schon gehen, nein, laufen mit den 72 Kilometern.

Da ich es derzeit ohne Bewegung irgendwie nicht aushalte, war ich wieder schwimmen (2,2 Kilometer). Und, oh Wunder, langsam beginnt dieser Sport, den ich zwischenzeitlich soooooo langweilig fand, wieder Spaß zu machen. Und immerhin: 1000 Meter Kraul gehen wieder in 20 Minuten … und da ist noch einige Luft zum Steigern, nach 24 Jahren Schwimmpause (ich bin maximal zwei Mal pro Jahr geschwommen) und entsprechenden muskulären Defiziten.