Enttäuschte Liebe: Ein erster (trauriger) Blick auf den neuen Freestyle Navigator II von Abbott

Da inzwischen die Spekulationen über den neuen Freestyle Navigator von Abbott wild ins Kraut schießen und ich zwar nicht die Gelegenheit hatte, den neuen Navigator zu tragen, jedoch mich über eine Stunde mit ihm vertraut machen konnte, schildere ich meine ganz persönlichen Eindrücke. Ich betone, dass diese Einschätzungen sehr subjektiv sind und zu 100% von meinen (!) Ansprüchen an das Gerät geprägt sind. Andere Nutzer mögen die Veränderungen für sich anders bewerten und gewichten …

Denn, um das gleich vorweg zu sagen, ich bin unglaublich enttäuscht!!! Für mich hat der neue Freestyle Navigator viele der Vorteile verspielt, die er gegenüber der Konkurrenz besaß; er hat sich an die bisher unterlegene Konkurrenz angepasst. Doch der Reihe nach …

Zuerst einen Blick auf das Äußere (man ahnt es nur: der neue Navigator ist der rechte).

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Wenig trainiert und kaum langsamer: Ironman Regensburg 2012 (Bericht)

Lang, lang ist’s her, der Ironman in Regensburg am 17. Juni 2012 ist seit drei Monaten Geschichte … und doch bin ich noch ein paar Zeilen schuldig. Es war ein guter Wettkampf ohne größere Probleme: Meine über die Jahre erworbene Kondition war eine verlässliche Bank, Magen und Verdauung wollten nur das Beste und auch mein Blutzucker-Management war (fast) so, wie es sein sollte. Spannende Katastrophen wie bei meinem ersten Krimi-Triathlon über die Langdistanz, der Challenge Roth 2010 », kann ich dieses Mal nicht schildern.

Dabei war ich im Vergleich zur Challenge Roth 2010 – eigentlich – viel schlechter vorbereitet: Hatte ich das halbe Jahr vor Roth insgesamt 270 Stunden trainiert, waren es dieses Jahr nur 160 Stunden, also 110 Stunden weniger, mit insgesamt sehr überschaubaren 2007 km Rad-, 561 km Lauf- und 42 km Schwimmtraining. Wenig trainiert und kaum langsamer: Ironman Regensburg 2012 (Bericht) weiterlesen

Punktlandung: Sub 7 beim Rennsteiglauf Supermarathon (Laufbericht)

72,7 km von Eisenach nach Schmiedefeld und dann entscheidet eine Winzigkeit über Glück und Unglück: Drei kurze Sekunden machen den Unterschied zwischen Sieg und (gefühlter) Niederlage. – Ganz schön bescheuert, oder? 😉

Es ist nüchtern betrachtet völlig idiotisch, wie mythisch bestimmte Laufzeiten aufgeladen sind: Ein Marathon unter drei Stunden gilt als Ritterschlag – und umgekehrt wird bei einem Marathon über fünf Stunden gefragt, ob das überhaupt noch ein Marathon sei. Man kennt das Spiel: 2,99 Euro sind ein Schnäppchen, 3,00 Euro viel zu teuer.

Doch leider kann ich mich von diesen an sich völlig abwegigen Gedankengängen nicht frei machen, jage den drei Stunden im Marathon nach und freue mich riesig, wenn ich, wie jetzt beim Rennsteiglauf Supermarathon, eine scheinbare „Schallmauer“ durchbreche. 6 Stunden, 59 Minuten und 57 Sekunden – drei kurze Sekunden unter sieben Stunden. Das ist wirklich nicht mehr als der berühmte Wimpernschlag. Eine einzige zu umrundende Pfütze mehr auf der langen Strecke von Eisenach nach Schmiedefeld, und schon hätte es nicht mehr gereicht zur „Traumzeit“. Aber ich hab’s geschafft und ich freue mich riesig, auch weil ich für diese Zeit auf den letzten zehn Kilometer gerannt bin, wie ich es nach der langen Strecke nicht für möglich gehalten hätte.  Punktlandung: Sub 7 beim Rennsteiglauf Supermarathon (Laufbericht) weiterlesen

Ich mach den Bubka: Bestzeit auf Bestzeit – aber nur um Sekunden (Laufbericht Hamburg Marathon 2012)

Serhij Bubka war in den 80er Jahren ein Phänomen. Wettkampf für Wettkampf stellte er einen neuen Weltrekord im Stabhochsprung auf, insgesamt 35 mal! Und das war eine äußerst geschickte Strategie, denn da er nicht sofort das sprang, was er eigentlich leisten konnte, sondern den Weltrekord nur ganz allmählich, Schritt für Schritt um Zentimeter steigerte, dadurch konnte er stets auf’s Neue die jeweils ausgelobte Weltrekord-Prämie des jeweiligen Leichtathletik-Meetings einstreichen – ein lukratives Geschäftsmodell, das ihm ein Vermögen einbrachte!

Und genau das mache ich derzeit auch, Wettkampf für Wettkampf steigere ich meine Marathon-Bestzeit: Nach 3:13:05 Stunden in Münster » und 3:11:09 Stunden beim Köln Marathon » (Oktober 2011) lief es wieder ein wenig schneller, sodass der neue Rekord jetzt, nach dem Marathon in Hamburg am 29. April 2012, bei 3:10:35 Stunden steht. Doch drei Dinge unterscheiden mich von Serhij Bubka, dem immer noch amtierenden Stabhochsprung-Weltrekordler:
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Quantified Self-Bewegung: April, April? Leider nein, aber selten so einen Schwachsinn gehört!

Dr. Max Videokolumne lässt einen sogenannten „Selbstüberwacher“ zu Wort kommen, der – als Stoffwechselgesunder – regelmäßig seinen Blutzucker überwacht. Man wundert sich, dass die Wochenzeitung „Die Zeit“ diesen Schwachsinn publiziert. Die Ausführungen zur sportlichen Leistungsfähigkeit sind nicht nachvollziehbar, da der Blutzucker im Körper stabilisiert wird – auch ohne Kohlenhydratzufuhr. Wie will sich denn ein Stoffwechselgesunder mit nicht beeinflussbaren Regel- und Steuerungsabläufen im Körper „einstellen“. In geringer Weise durch die Auswahl der Lebensmittel, o. k., aber das betrifft höchstens die zwei bis drei postprandiale Stunden.

Oder war es vielleicht doch ein Aprilscherz? Eine Auflösung habe ich allerdings nicht gefunden …

Aber hört, seht und wundert Euch selbst:
http://www.zeit.de/video/2012-04/1570057614001

Und nein, trotz Ähnlichkeiten in der Frisur: DAS BIN NICHT ICH!!! 😉