Training am 15.10.2007

  • Distanz: 21.59 km
  • Zeit: 1:50:33 (5:07 min/km)
  • Laufleistung 42. Woche: 21.7 km.

 

DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (8:15):

  • BZ: 56
  • BE: 5
  • BR: 70%

Während dem Lauf (10:15, 12 km):

  • BZ: 220

Nach dem Lauf (11:15):

  • BZ: 169
  • BE: 2
  • IE: 3
  • BR: 90% (für 6 Stunden)

Erläuterung:
Bei dem schönen Herbstwetter musste es einfach ein langer Lauf sein (auch wenn er gegen mein Regenerations-Vorhaben verstößt) …
Und im Vergleich zu den beiden vergangenen Läufen am Nachmittag sieht man den deutlichen Therapieunterschied: Mit einer Basalratenreduktion auf 70% und einer Kohlenhydrataufnahme von 5 BE kann ich 21 km laufen, ohne unterwegs Kohlenhydrate nachzutanken, und komme mit einem idealen Blutzuckerpuffer von 169 nach Hause. Der kleine Schönheitsfehler, dass der Blutzucker postbrandial auf 220 steigt, nehme ich in Kauf bzw. kann ich nicht immer vermeiden. Dieser Wert wäre mit einer geringeren Nahrungsaufnahme vor dem Laufen zu deckeln, was allerdings ein Zufuhr von 2 BE während dem Laufen erzwungen hätte.
Aber ich möchte noch einmal auf den extremen Unterschied zwischen der Diabetes-Einstellung morgens gegenüber nachmittags hinweisen: Morgens reichen für 21 km 5 BE (also 1 BE reicht für 4 km Laufen), während ich nachmittags mit 4 BE gerade einmal 8 km weit komme (1BE für 2km). Dieser Unterschied resultiert nicht nur aus der Reduktion der Basalrate um 30%, sondern vor allem aus der bei mir (!) sehr unterschiedlichen Insulinempfindlichkeit im Verlauf des Tages.
Auch deswegen starte ich meine langen Läufe am liebsten morgens, denn dann bin ich nicht nur deutlich weniger unterzuckerungsgefährdet, sondern muss auch weniger BEs während des Laufens mitführen.

Training am 14.10.2007

  • Distanz: 8.28 km.
  • Zeit: 50:07 (6:03 min/km.)
  • Art des Trainings: Regeneration
  • Laufleistung 41. Woche: 14.46 km.

DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (14:00):

  • BZ: 156 – um 14:50: 216
  • BE: –
  • BR: 50%

Während dem Lauf:

  • BZ: 67
  • BE: 4

Nach dem Lauf (16:30):

  • BZ: –
  • BE: 6
  • IE: 8
  • BR: 100%

Erläuterung:
Obwohl die Laufzeit unter einer Stunde lag, habe ich meine Basalrate auf 50% reduziert, weil ich aufgrund eines üppigen Frühstücks mit entsprechendem Bolus (8 IE) noch eine deutliche Insulin-Nachwirkung vermutete. Die Auswirkung der BR-Reduktion ist auch gut nachvollziehbar: Der Blutzucker stieg innerhalb einer Stunde von 156 auf 216.
Dennoch hat dieser erhöhte Blutzucker-Ausgangswert nicht gereicht, um ohne zusätzliche Nahrungsaufnahme 8 km zu laufen, denn nach 7 km musste ich aufgrund von leichten Unterzuckerungsgefühlen (Unlust weiter zu laufen/mangelnde Leistungsbereitschaft, gemessener BZ: 67) den Lauf unterbrechen, um zwei Energie-Gels zu mir zu nehmen (4 BE). Sicherlich hätte in dieser Situation auch ein Gel gereicht, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen und keinen Blutzucker-Abfall nach dem Lauf riskieren.
Beim wohlverdienten Kuchenessen nach dem Lauf (6 BE) habe ich allerdings eine Einheit Insulin zusätzlich abgegeben, um die – richtige! – Übervorsichtigkeit auszugleichen.
Konsequenz für zukünftige Läufe:
Gerade bei Läufen, bei denen ich noch eine Restwirkung des Insulins vermute (auch wenn, wie heute, der Frühstücksbolus mehr als 4 Stunden her ist), sollte ich bereits nach 4 oder 5 km den Blutzucker messen und gegebenenfalls etwas essen, um einen Blutzuckerabfall vorzubeugen.
Angesichts der Restwirkung des Insulins hätte die Basalratenreduktion deutlich größer ausfallen können (BR: 30%).
Eine zusätzliche BE vor dem Loslaufen könnte zwar auch das Problem lösen, hätte aber, da der Blutzucker sowieso schon erhöht war, diesen noch weiter erhöht.

Training am 12.10.2007

  • Distanz: 6.18 km
  • Zeit: 39:40 (6:40 min/km)
  • Art des Trainings: Regeneration
  • Laufleistung 41. Woche: 6.18 km

 

DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (18:00):

  • BZ: 111
  • BE: 3,5
  • BR: keine

Während dem Lauf:

Nach dem Lauf (19:30):

  • BZ: 64
  • BE: 4
  • IE: 2

Erläuterung:
Auch dieser kurze Lauf mit niedriger Belastungsintensität (langsames Durchschnittstempo) erforderte keine Absenkung der Basalrate. Allerdings habe ich zu wenig Kohlenhydrate vor dem Lauf zu mir genommen, wie der BZ-Wert von 64 nach dem Lauf deutlich anzeigt. Eine BE mehr wäre sicherlich besser gewesen.
Deshalb habe ich nach dem Lauf auch nicht alle BEs abgedeckt (für 4 BEs hätte ich ohne Sport 4 IE Insulin abgegeben, mit Sport 3 IE).

Training am 07.10.07

  • Entfernung: 10.7 km
  • Zeit: 57:41 (5:24 min/km)
  • Art des Trainings: Regeneration
  • Summe 42. Woche: 62.2 km

 
DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (13:25):

  • BZ: 107
  • BE: 6
  • BR: keine

Während des Laufs:

Nach dem Lauf (14:50):

  • BZ: 126
  • BE: 5
  • IE: 5

Erläuterung:
Bei Läufen bis zu einer Stunde reduziere ich nicht meine Basalrate, sondern decke den erhöhten Kohlenhydratbedarf durch entsprechendes Essen vor dem Laufen. Die Menge der nötigen BEs variiert hierbei erheblich und ist abhängig von
a) der Länge des Laufs,
b) der Intensität (Lauf-Geschwindigkeit, Profilierung der Strecke) und
c) der Tageszeit.
Während die Faktoren a) und b) sicherlich sofort plausibel sind, möchte ich Faktor c) kurz erklären:
Morgens verbrenne ich deutlich weniger BEs als bei einem späteren Lauf. Diese niedrigere Insulinempfindlichkeit am Morgen zeigt sich auch in meinen wechselnden BE-Faktoren während des Tags (Morgens: 1 BE = 1,5 IE, Mittags und Abends: 1 BE = 1 IE). Beim Sport wirkt sich dieser Unterschied noch deutlicher aus: Während um 13:25 Uhr eine Nahrungsaufnahme von 6 BE nötig war, wäre ich um 9 Uhr mit 2 BE gestartet.