Endlich: CGM wird Kassenleistung!

Es dauert manchmal so seine Zeit, bis Einsicht ignorante Dummheit verdrängt. Heute ist es mal wieder soweit:

Der G-BA, der gemeinsame Bundesausschuss, dem u. a. die Kassenärztliche Vereinigung und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen angehören, diese Ansammlung in der Regel studierter Menschen hat es nach jahrelangem Kampf mit den eigenen Gehirnwindungen endlich geschafft, den Nutzen einer CGM-unterstützten Insulintherapie einzusehen und diese als Kassenleistung einzustufen.

Auch wenn noch nicht alle Bedingungen und Begründungen veröffentlicht sind, klingt die Pressemitteilung » gut: Wer eine intensivierte Insulintherapie durchführt, seine individuellen (!) Therapieziele ohne CGM nicht erreicht (das zu begründen / zu belegen ist doch ein Klacks!), bei einem zugelassenen Facharzt in Therapie ist und eine Fortbildung absolviert (Spectrum »), dem wird wohl in Zukunft ein CGM bezahlt.

Ich trage seit 2008 CGM, täglich, und bin überzeugt, dass das die Revolution der Diabetestherapie der letzten 20 Jahre ist. Zum Glück wurden mir alle Kosten bisher ersetzt, aus „Kulanz“. Da fing vermutlich der frühe Vogel den Wurm …
Aber dass jetzt der Weg auch noch für viele andere frei ist, wie schön ist das denn? Ich freue mich für alle, die bisher kein CGM hatten und die Vorteile nun nutzen können.

 

Ich gehe fremd: Rund um den Mont Blanc mit der animas vibe und dem DexCom G4 CGM

Ja, ich gestehe es: Ich bin untreu geworden!

Zunächst habe ich eine Doppelbeziehung geführt und beide getragen, konnte mich noch nicht ganz vom Freestyle Navigator I.5 trennen, doch dann habe ich mir ein Herz gefasst und eine dreiwöchige Beziehung mit einem anderen gehabt, das heißt, eigentlich mit zwei anderen, der Insulinpumpe animas vibe und dem CGM-System DexCom G4. Jetzt bin ich zwar wieder in meiner alten Beziehung, aber ich muss – zu meiner Überraschung – sagen, ich habe den Seitensprung nicht bereut. Sicherlich ist nicht alles Gold, was glänzt, aber in welcher Beziehung ist das schon der Fall. Ich gehe fremd: Rund um den Mont Blanc mit der animas vibe und dem DexCom G4 CGM weiterlesen

Freestyle Navigator 1.5 und Sensoren sind weiterhin lieferbar!

Zwar besteht derzeit bei Abbott ein Lieferengpass bei den Sensoren für den Navigator 1.5, aber das soll nichts heißen, wurde mir am Telefon versichert.* An frühere Lieferprobleme erinnere ich mich durchaus, die gehen vorbei (dieses Mal sei der Grund der Wechsel der Produktionsstätte). Das Beste aber ist: Mir wurde versichert – und das ist eine richtig gute Nachricht für alle In- und Liebhaber des bisherigen Modells -, dass derzeit nicht geplant sei, die Produktion / den Verkauf der Sensoren für das „alte“ Modell zu stoppen. Wie schön!
Nachdem mich der neue Navigator 2.0 nicht überzeugen konnte », bin ich sehr froh darüber, auch weiterhin mit dem derzeit besten Gerät auf dem Markt meinen Blutzucker kontinuierlich überwachen zu können! 🙂

Und es kommt noch besser: Auch das Gerät selbst, der Freestyle Navigator 1.5 soll weiterhin erhältlich sein. Und zwar nicht als Abverkauf, sondern als ganz normales Produkt mit Garantie usw. Und das zum bisherigen Preis von knapp 1500 Euro, ein halber Tausender billiger als der Navigator 2.0. Also: ZUGREIFEN! :mrgreen:

Edit 25.01.2013:
* Der Lieferengpass bei den Sensoren scheint behoben, heute erreichte mich das bestellte Paket Sensoren.  Und das ist sogar vor dem Termin, der mir Ende Dezember genannt wurde und der letzte Woche auf unbestimmte Zeit verschoben wurde …

Edit 04.12.2013:
Leider wird der Navigator I.5 nicht mehr hergestellt und kann in der Regel nicht mehr gekauft werden. Abbott hält als Ersatzteile noch Empfänger und Sender vor, falls ein Garantiefall eintritt. Außerhalb der Garantie ist aber in dieser Hinsicht nichts mehr möglich, sagte mir diese Woche – mit großem Bedauern – die hiesige Bezirksleiterin. Schade, sehr schade das und nicht nachvollziehbar, da der Nachfolger Freestyle Navigator II » in keinster Weise meine Ansprüche erfüllen konnte.

 

Enttäuschte Liebe: Ein erster (trauriger) Blick auf den neuen Freestyle Navigator II von Abbott

Da inzwischen die Spekulationen über den neuen Freestyle Navigator von Abbott wild ins Kraut schießen und ich zwar nicht die Gelegenheit hatte, den neuen Navigator zu tragen, jedoch mich über eine Stunde mit ihm vertraut machen konnte, schildere ich meine ganz persönlichen Eindrücke. Ich betone, dass diese Einschätzungen sehr subjektiv sind und zu 100% von meinen (!) Ansprüchen an das Gerät geprägt sind. Andere Nutzer mögen die Veränderungen für sich anders bewerten und gewichten …

Denn, um das gleich vorweg zu sagen, ich bin unglaublich enttäuscht!!! Für mich hat der neue Freestyle Navigator viele der Vorteile verspielt, die er gegenüber der Konkurrenz besaß; er hat sich an die bisher unterlegene Konkurrenz angepasst. Doch der Reihe nach …

Zuerst einen Blick auf das Äußere (man ahnt es nur: der neue Navigator ist der rechte).

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Wenig trainiert und kaum langsamer: Ironman Regensburg 2012 (Bericht)

Lang, lang ist’s her, der Ironman in Regensburg am 17. Juni 2012 ist seit drei Monaten Geschichte … und doch bin ich noch ein paar Zeilen schuldig. Es war ein guter Wettkampf ohne größere Probleme: Meine über die Jahre erworbene Kondition war eine verlässliche Bank, Magen und Verdauung wollten nur das Beste und auch mein Blutzucker-Management war (fast) so, wie es sein sollte. Spannende Katastrophen wie bei meinem ersten Krimi-Triathlon über die Langdistanz, der Challenge Roth 2010 », kann ich dieses Mal nicht schildern.

Dabei war ich im Vergleich zur Challenge Roth 2010 – eigentlich – viel schlechter vorbereitet: Hatte ich das halbe Jahr vor Roth insgesamt 270 Stunden trainiert, waren es dieses Jahr nur 160 Stunden, also 110 Stunden weniger, mit insgesamt sehr überschaubaren 2007 km Rad-, 561 km Lauf- und 42 km Schwimmtraining. Wenig trainiert und kaum langsamer: Ironman Regensburg 2012 (Bericht) weiterlesen