Unerwartete Bestzeit: Berliner Halbmarathon 2010 (Laufbericht)

Bestzeit! 🙂

Welch Freude über das besondere Ereignis, den Kampf mit sich selbst als Sieger zu beenden. Und wie viel schöner ist es, wenn dieser Triumph so unerwartet eintritt, denn viel gelaufen bin ich dieses Jahr nicht. 280 km, mehr nicht, im letzten Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt mehr als doppelt so viele, 586 km!

Selbstverständlich lag ich nicht faul in der Ecke, weil das Wetter in diesem Winter ein intensives Lauftraining nicht zuließ, sondern trainierte – mit Blick auf mein großes Ziel, den Triathlon in Roth – viel auf der Rolle und ging regelmäßig schwimmen. Und so spricht die insgesamt investierte Zeit eine deutlich andere Sprache, dieses Jahr trainierte ich in den ersten drei Monaten fast 120 Stunden, letztes Jahr waren es „nur“ 56 Stunden. Positiv wirkte sich auch das Trainingslager auf Mallorca aus, hier konnte ich wichtige Grundlagen legen.

So gesehen kam die Bestzeit eigentlich nicht überraschend: Trotz geringer Umfänge beim Laufen, wirkt sich die enorme Zeit aus, die ich ins Crosstraining investiert habe. Da ich mir das aber vor dem Lauf nicht klar gemacht hatte und so gar nicht wusste, wo ich läuferisch stehe, waren Freude und Überraschung über die gute Zeit, 1:27’46 Stunden, die gute Platzierung (635. Platz von 19.675 Läufern im Ziel), groß. Zudem war es eine Bestätigung, gut über den – nicht gerade Sport freundlichen – Winter gekommen zu sein.

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„Langsamer“ Einstieg: Champions Run Berlin (10 km) und 7. Blankeneser Heldenlauf (Halbmarathon)

Nach dem 100-km-Trail “Sunrise to sunset” » habe ich zunächst fast drei Wochen pausiert, nicht nur wegen der Belastung des Ultra-Marathon in der Mongolei, sondern auch um meinem Knie-Waden-Problem (geplatzte Bakerzyste), das seit Anfang Juni ein kontinuierliches Training verhindert hatte, etwas (Ruhe-)Zeit zu verschaffen in der Hoffnung, dass die Beschwerden verschwinden würden. Und tatsächlich bin ich seit dem 12. August wieder schmerzfrei unterwegs und konnte bereits an zwei Läufen teilnehmen: dem Champions Run Berlin am 22. August im Rahmen der Leichtathletik-WM und dem 7. Blankeneser GENERALI Heldenlauf in Hamburg am 30. August.

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Regeneration vorbei – neue Pläne

Nach der überraschenden Bestzeit beim Lübeck-Marathon habe ich einen Monat mehr oder weniger regeneriert:

  • mehr, weil ich mein Lauftraining auf einmal die Woche „gaaaaanz laaaaangsaaaaam“ reduziert habe und daneben nur einmal auf dem Rennrad gefroren sowie einige Kraulkilometer absolviert habe;
  • weniger, weil ich mit einer IDAA-Staffel (IDAA = International Diabetics Athletes Association) bei der Berliner Marathonstaffel angetreten bin.
    Ein schöner Bericht über dieses atmosphärisch tolle Ereignis findet sich hier: Berliner Marathon-Staffel.

Wichtig war dieser Monat, weil zum einen der Körper die Gelegenheit benötigt, all das zu reparieren, was durch das intensive Sportjahr in Mitleidenschaft gezogen war (auch wenn ich gar nicht sagen kann, was das genau war), zum anderen weil meine Motivation durch das bewusste Zurückhalten enorm gewachsen ist: Ich habe wieder richtig Lust zu trainieren!

Bezahlt habe ich diesen Monat auf überwiegend körperlicher Sparflamme mit einer sehr wechselhaften Stoffwechseleinstellung, denn meine Basalrate ist auf das fast tägliche Training abgestimmt und bietet derzeit keinen wirkliche Basis: Kleinere Berg- und Talfahrten meines Zuckers waren die zwangsläufige Konsequenz.

Aber das hat jetzt ein Ende, denn es geht wieder los und wichtige Pläne sind gefasst: Statt des Hamburg Marathons sind zwei Ultraläufe die Höhepunkte des Frühjahrs 2009, die 51 km lange Harzquerung am 26. April und der Rennsteiglauf (72 km) am 16. Mai 2009. Zuvor laufe ich nach dem Trierer Sylverster Lauf als Vorbereitung den familiären Plänterwaldlauf (15.2.) und den Berliner Halbmarathon (5.4.), bei dem eigentlich eine neue Halbmarathon-Bestzeit fallen sollte. Auch bei den 25 km von Berlin (jetzt „BIG…25! Berlin“) am 10. Mai werde ich vermutlich starten, weil die IDAA wieder Ihre vorbildliche Diabetikerbetreuung aufnimmt, allerdings als Regenerationslauf im 6-Minuten-Schnitt, denn eine Woche danach ist ja bereits der Rennsteiglauf …

Mal sehen, ob das alles so klappt, ich freu mich jedenfalls darauf!

Wettkampf-Kalender

In diesem Kalender findest Du sowohl Lauf- als auch Triathlon-Wettkämpfe, an denen ich teilnehmen werde oder die ich zumindest in die engere Wahl genommen habe …

Berliner Halbmarathon als Formtest

Nach mehreren Monaten kontinuierlichen Trainings mit einigen langen Läufen (der längste 50 Kilometer) nahen jetzt die Wochen der Wahrheit: Am kommenden Sonntag der Hamburg Marathon (Zielzeit: 3:10) und drei Wochen später mein erster Ultra, der Rennsteig Supermarathon (72,6 Kilometer).

Für diese Läufe war der Berliner Halbmarathon am 6. April 2008 ein willkommener Testlauf. Die gelaufenen 1:29:20, das entspricht einem Kilometerschnitt von 4:14 Minuten, versprechen beim Hamburg Marathon eine neue Bestzeit. Und so werde ich mit einem 4:30er-Schnitt angehen … in der Hoffnung, dass sich die Überdistanzläufe auszahlen und der „Mann mit dem Hammer“, den ich glücklicher Weise bisher noch nicht kennengelernt habe, sich weiterhin versteckt hält. Zufrieden konnte ich auch mit meiner Therapieanpassung sein, der Diabetes war gut im Griff!


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Lauf (09:30):

  • BZ: 70 – unmittelbar vor dem Start: 212 (10:35)
  • BE: 5
  • BR: 60%

Am Start (10:45):

  • BZ: 212

Während des Laufs:

  • BZ: 212 (11:40, ~ Kilometer 14)
  • BE: 2 (Kilometer 10)

Nach dem Lauf (12:30):

  • BZ: 141
  • BE: 2
  • IE: 2

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