Neoprenanzug: Erster Praxistest

Um es gleich vorwegzunehmen: Der Aqua-Sphere-FXP-Anzug ist 100% der Richtige für mich (vgl. Mein erster Neoprenanzug)!

Gestern war ich im „See Unterm Horn“ (Hamburg, Aumühle) schwimmen. Nach den vielen Sonnentagen der letzten Zeit war ich mir sicher, dass die Wassertemperatur angenehm sein würde. Ahnte aber nicht, wie warm der 530 m lange und 210 Meter breite See, aber nur 15 Meter tiefe See sein würde. – Oder war es doch der Anzug?

Aber erst einmal der Reihe nach.

Am See angekommen arbeitete ich mich in den Neo hinein. Was von Mal zu Mal immer leichter fällt (ich hatte im Trockenen extra noch einmal geübt), aber dennoch dauert: 10 Minuten gehen schnell ins Land. Bei dieser schweißtreibenden Angelegenheit war ich die Attraktion des kleinen Sandstrandes, den dieser See besitzt. Neugierige Augen glotzten ohne Unterlass auf meine merkwürdigen Verrenkungen. Ich war mir nicht sicher, ob sich unter das Staunen über das anscheinend bisher Ungesehene nicht auch Spott mischte. Und das, obwohl der Neoprenanzug doch inzwischen massentauglich geworden ist, bietet doch Lidl zur Zeit ebenfalls Neoprenazüge an (dass diese nicht zum Schwimmen, sondern eher zum Schnorcheln geeignet sind, sollte für den Laien eigentlich keinen Unterschied machen).

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Regeneration nach dem Hamburg-Marathon

Nach dem Hamburg-Marathon bin ich zunächst zwei Mal geschwommen (vgl. Erstes Schwimmtraining, Zweites Schwimmen: Deutliche Steigerung). Nicht nur, um mich für die geplanten Triathlons vorzubereiten, sondern auch um zu regenerieren, meine Beine zu entlasten und zu lockern.

Freitags, also fünf Tage nach dem Marathon musste ich aber wieder laufen gehen, es ging nicht anders, meine Läuferseele wurde bereits nervös: 14 Kilometer in einem extrem langsamen Tempo (7:00 min/km im „bergigen“ Gelände Arnstadts, 237 Höhenmeter), am Samstag noch einmal einen ähnlich langsamen Lauf (15 Kilometer in Hainbücht, 338 Höhenmeter).
Bei beiden Läufen war der Marathon noch deutlich zu spüren: Schwere Beine, besonders die Oberschenkel, am Freitag in Arnstadt sogar noch mit einem leichten Schmerz in der linken Wade, der aber am Tag darauf verschwunden war. Diese mangelnde Frische verlangt nach weiterer Schonung.
Deshalb bin ich am Sonntag eine kleine Runde mit dem Rennrad (31 Kilometer in 1:05) gefahren und am Montag wieder schwimmen gegangen (2 Kilometer).

Nach diesen zwei „Ruhetagen“ (natürlich nur auf das Laufen bezogen) folgten am Dienstag wieder 13 Kilometer Laufen, weiterhin ausschließlich in einem regenerativen Tempo (6 Minuten/Kilometer) und heute noch einmal 10 Kilometer.
Beide Läufe zeigten, dass sich die Beine zwar erholen, aber längst noch nicht ihre alte Leistungsfähigkeit wieder erlangt haben. Während mein Kreislauf sich nahezu unbelastet fühlt, bauen die Beine doch während der Läufe etwas ab, es geht, aber nicht so wie sonst … — Glücklicher Weise sind es ja noch 9 Tage bis zum Rennsteiglauf! Und wenn die Erholung weiterhin so voran schreitet, wird es schon gehen, nein, laufen mit den 72 Kilometern.

Da ich es derzeit ohne Bewegung irgendwie nicht aushalte, war ich wieder schwimmen (2,2 Kilometer). Und, oh Wunder, langsam beginnt dieser Sport, den ich zwischenzeitlich soooooo langweilig fand, wieder Spaß zu machen. Und immerhin: 1000 Meter Kraul gehen wieder in 20 Minuten … und da ist noch einige Luft zum Steigern, nach 24 Jahren Schwimmpause (ich bin maximal zwei Mal pro Jahr geschwommen) und entsprechenden muskulären Defiziten.

Zweites Schwimmen: Deutliche Steigerung

Heute war mein zweites Schwimmtraining auf dem Weg zum Triathlon … und es ging alles viel leichter: Ca. 5 Sekunden schneller auf 100 m, besseres Wassergefühl, kein Schwindelgefühl beim Anhalten (war ich vorgestern leicht seekrank?) und auch die Diabetes-Einstellung stimmte.


TRAINING

1800 m:
200 m einschwimmen (Kraul) * 400 m Kraul (GA1) * 4 x 100m Kraul (50 m Technik, 50 m GA1) * 4 x 150 m Wechsel (50 m Kraul – 50 m Brust – 50 m Kraul) * 200 m ausschwimmen


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Schwimmen (10:30):

  • BZ: 152
  • BE: 5

Nach dem Schwimmen (11:45)

  • BZ: 106 (Super, 5 BE für knapp 2 Kilometer Schwimmen haben genau gepasst!)
  • BE: 4
  • IE: 3

Mein erster Neoprenanzug

Heute wurde er endlich geliefert: Das wichtigste Utensiel für einen Kältehypochonder wie mich, der bei Temperaturen unter 24° nicht ins Wassergeht, beim Triathlon aber muss – mein erster Neoprenanzug.

Da ich als Kind und Jugendlicher sieben Jahre lang sehr intensiv im Verein geschwommen bin, habe ich mir einen eher „sportlichen“ Neoprenanzug gewählt, das heißt, er sollte flexibel sein und beim Schwimmen nicht einengen. Dies bezahle ich mit einem etwas geringeren Auftrieb, weil an vielen Stellen das Neoprenmaterial dünner ist. Aber das sollte kein Problem sein, denn meine Wasserlage ist eigentlich recht gut, Schwimmtraining halt.

Aber das erste Anziehen war schockierend: Ich fühlte mich wie eine Wurst, die in eine zu enge Hülle gestopft worden ist. Oh, nein, das Ding muss zurück geschickt werden. Eine Nummer größer.

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Erstes Schwimmtraining

Am Tag nach dem Hamburg Marathon habe ich mein Schwimmtraining für die geplanten Triathlons im Sommer bekommen (jaja, ich kann nicht genug bekommen – aber ich werde bei Gelegenheit erklären, warum ich jetzt auch noch Triathlon machen möchte). Mit starkem Muskelkater in den Beinen und einer relativ untrainierten Oberkörpermuskulatur (mein letztes Schwimmen ist mindestens zwei Jahre her) ging es doch erstaunlich gut. Da kommt mir doch die als Kind über viele Jahre im Schwimmtraining erlernte Technik zugute.

Heute also ein erster Wasserkontakt:

1600 m:
200 m einschwimmen (Kraul) * 4 x 150 m Kraul – Brust – Kraul im Wechsel * 6 x 100 m Kraul * 200 m ausschwimmen (Brust – Rücken – Kraul)

Ich war sehr überrascht, wieviele BEs ich doch dabei verbrannt hatte.


DIABETES-ANPASSUNG

Vor dem Schwimmen (14:00):

  • BZ: 156
  • BE: 2

Nach dem Schwimmen (15:00)

  • BZ: 46 (Ich habe als für die Dreiviertel-Stunde, die ich im Wasser war, ca. 4 BE verbraucht – BZ-Wert vor dem Training mit eingerechnet, das ist deutlich mehr als ich erwartet habe …)
  • BE: 2